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My interview with Claudia Gnehm, published in Tamedia outlets, together with the accompanying article in Finanz und Wirtschaft, generated many responses from readers. Here are the comments that received the most support from other readers:

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#1 Dirk Niepelt betont in diesem wohltuend klaren Artikel, dass das Verursacherprinzip als Richtschnur auch und gerade für Banken und für die UBS gilt.

Es kann nicht sein, dass sich eine systemrelevante Bank sehr spekulativen Geschäften hingibt, die naturgemäss einen weit höheren Ertrag geben können, und dass der Steuerzahler und der Staat im Notfall für die Verluste einstehen muss.

Es darf nicht sein, dass die Gewinne privatisiert, dass das Management ohne substanzielle Verantwortung agiert und der Staat sich in die Geiselhaft einer so riesigen Bank begibt, so dass auch die Schweiz in enorme Schwierigkeiten geraten könnte.

“Sollte sich die UBS nur deshalb für eine Abwanderung entscheiden, weil sie in der Schweiz die Konsequenzen der von ihr eingegangenen Risiken tragen muss, wäre dies kein Argument gegen eine strengere Regulierung”.

Es ist zu hoffen, dass der Bundesrat weiterhin in der Sache hart bleibt, die Eigenkapitaldecke einfordert- und nicht einknickt.

#2 Meines Erachtens ein guter und sachlicher Artikel. Es müssten aber auch das Top-Management (die obersten 1000) sowie der Verwaltungsrat stärker im die Pflicht und persönliche Haftung genommen werden. Das senkt den Risikoappetit zusätzlich.

#3 Gutes und sachliches Interview. Die UBS braucht mehr hartes Eigenkapital. Da führt kein Weg darum herum. Und es zeigt, dass der US Kapitalmarkt mit seinen laschen Regeln wieder einmal ausser Kontrolle läuft. Nützt uns leider nichts, da wir im Gegenteil noch damit erpresst werden.

#4 Für mich sind die Argumente des Finanzprofessors nachvollziehbar. Nüchtern und klar.

#5 Die Aussagen von Ermotti und UBS, dass mehr Eigenkapital sie weniger wettbewerbsfähig macht sind schlicht Blödsinn (der Professor drückt das diplomatischer aus). Eigenkapital ist für die Bank ein Kapitalpuffer, der immer auf der Seite liegen muss, damit Verluste ausgeglichen werden können. Eine Art “Notgroschen”.

Die Argumentation der Bank ist, dass sie mit dem Geld in diesem Puffer nicht wirtschaften kann und deswegen weniger wettbewerbsfähig ist. Um das als Blödsinn zu entlarven, muss man nur schauen, welches Geld die UBS sonst so ausgibt oder “weglegt” ohne damit zu wirtschaften. Genau: Dividenden. Hier werden Milliarden deponiert, mit denen die Bank nicht wirtschaften kann. Um das Eigenkapital aufzubauen, müsste die Bank lediglich einige Jahre keine Dividenden auszahlen und das hätte keinen Einfluss auf das Geschäft der Bank, denn Dividenden entziehen dem Unternehmen Kapital und damit wird nichts gemacht.

Es geht der UBS faktisch nur darum, den Aktionären weiter Geld auszahlen zu können, welches zu einem nicht unwesentlichen Anteil mit der Staatsgarantie erwirtschaftet wird. Auf Deutsch: Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren.

Das AT1 Argument zieht nicht, wie der Fall der CS eindrücklich bewiesen hat. Das wird die Die Inkompetenz der Schweizer Politik in diesem Zusammenhang wird die Schweiz leider noch teuer zu stehen kommen.

#6 Endlich, Wirtschaftspolitik wird so unglaublich vernachlässigt. Hier für einmal verständlich und gut.

#7 Selten, wenn überhaupt, habe ich in dieser Zeitung einen so verständlichen, so informativen und so sachlichen Text zum Thema Bankenregulierung gelesen wie dieses Interview mit Dirk Niepelt. Es macht deutlich: Wer sich als Parlamentarier*in gegen klare und strenge Regeln für die Grossbank UBS wehrt, outet sich unzweideutig als Bankenvertreter*in. Er / sie ist zwar vom Volk gewählt, aber ein/e Volksvertreter*in ist er / sie nicht.

#8 Schauen Sie sich mal am Paradeplatz um, es gibt noch andere Banken. Das beste, was wir (jeder einzelne von uns) tun können, ist, dass wir selber unser Vermögen… nicht alle bei nur einer Riesen Bank haben.

#9 Dirk Niepelt trifft den wunden Punkt der UBS-Debatte. Es geht weniger um Basel-Quoten, AT1-Anleihen und Bilanztechnik als um die elementare Ordnung einer Marktwirtschaft. Wer Gewinne vereinnahmt, muss Verluste tragen. Freiheit und Haftung sind unteilbar.

Bei einer systemrelevanten Bank von der Grösse der UBS ist die Annahme, der Staat werde sie im Ernstfall fallen lassen, kaum glaubwürdig. Diese Erwartung wirkt wie eine unsichtbare Subvention (implizite Staatsgarantie). Sie verbilligt die Finanzierung, begünstigt die Eigentümer und verlagert das äusserste Risiko auf die Allgemeinheit. Steuern und Arbeitsplätze begründen keinen Anspruch auf Rettung, weder beim Dorfbäcker noch bei der Grossbank.

Gerade deshalb ist die Abwanderungsdrohung aufschlussreich. Sollte die Schweiz als Standort nur attraktiv sein, solange sie einen Teil der Risiken stillschweigend mitträgt, widerlegt dies strengere Regeln nicht, sondern begründet sie. Die Politik schuldet der UBS keine Standortgarantie, dem Land aber eine glaubwürdige Haftungsordnung!

Mehr Eigenkapital ist keine Strafe für Erfolg, sondern der Preis unternehmerischer Freiheit bei systemischer Grösse. Die UBS darf global handeln und verdienen. Sie muss jedoch auch die Kosten und Verluste dieses Geschäfts tragen können, ohne die Schweiz im Krisenfall (wieder) in Geiselhaft zu nehmen.

#10 O-Ton DN: “Aus volkswirtschaftlicher Sicht schaffen Unternehmen nur dann Mehrwert, wenn sie Gewinne erzielen können, ohne Kosten auf die Allgemeinheit abzuwälzen.”

Gibt es da nicht noch sehr viel mehr zu tun, als nur an der Spitze des Eisbergs? Mir kommen Firmen in den Sinn, die ihren Müll der Allgemeinheit aufbürden und solche, die sich um die von ihnen verursachten Umweltschäden total foutieren.

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#1 Diesem Beitrag muss nichts angefügt werden. Dieser sollte Pflichtlektüre für die von uns gewählten Ständeräte sein. Sie beugen sich als Erstrat über die Thematik der zukünftigen Eigenkapitalvorschriften für UBS & Co. Wenn sie ihren Job verantwortungsvoll und nicht in vorauseilender Anbiederung an Ermotti & Co machen, dann bleibt eigentlich nur, dass massgebliche höhere Eigenkapitalvorschriften der zukünftigen Subventionierung der UBS (über implizite Staatsgarantie, ohne Abgeltung dieser „Versicherungsleistung“ durch die UBS, über Liquidity Backstop, ohne Abgeltung dieser „Versicherungsleistung“, etc.) einen Riegel vorschieben.

Klar, dass Ermotti & Co lamentieren und sich bitterlich beklagen, ungerecht behandelt zu werden, weil sie ja exorbitante gesamtwirtschaftliche Leistungen für die Schweiz erbringen und dafür auch noch „bestraft“ (=höhere Eigenkapitalvorschriften) werden. Klar aber auch, dass Ermotti & Co mit dieser Argumentation Unwahrheiten verbreiten, weil sie schlicht einäugig unterwegs sind und die vorhandene Subventionierung durch Staat und Steuerzahler nicht gelten lassen wollen.

Es ist zu hoffen, dass der SR seinen Job macht und erst einmal die Interessen von Staat und Steuerzahler vertritt und nicht primär der UBS gefallen will.

#2 Ein “schöner” Artikel aber am Ende ist es immer wieder der Mensch, der die Fehler verursacht (oder seiner unendlichen Gier den freien Lauf gewährt)! Eine gesunde EK Basis ist gut, die Kontrolle des Managements ist besser! Solidarische Haftbarkeit (generiertes Einkommen!) des Managements samt VR (alle mit einem Einkommen CHF 1 Mio.+) und dies rückwirkend auf die letzten 5 Jahre sowie 2 Jahre nach Beendigung des Arbeitsverhältnis, ist wirksamer als jede EK Regel samt Überwachung von der FINMA.

#3 Jeder Parlamentarier, der die Risiken des internationalen Bankgeschäftes nicht ganz klar benennen und erklären kann, sollte besser diesen Artikel verstehen und auf die Empfehlungen der Nationalbank hören als auf Ermottis Sirenenklänge.